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Haushaltsauflösung richtig durchführen – Ein Ratgeber in 7 Schritten.

Raum Leer

„Eine Haushaltsauflösung durchführen?“ Kein Problem, denkst Du dir bestimmt. Einfach die alten Klamotten raus, auf den Anhänger und zum nächsten Abfallhof damit. An sich verhält es sich auch so. Zumindest im eigenen Haushalt. Aber was ist, wenn es darum geht, für einen Familienangehörigen – Mutter, Vater, Oma – eine Haushaltsauflösung durchzuführen? Im Prinzip ist es das Gleiche in grün, nur gilt es besondere Punkte zu beachten, die schnell in Vergessenheit geraten, wenn es um die Wohnung eines Familienangehörigen geht.

Eine Haushaltsauflösung am Beispiel

Als Beispiel für die richtige Vorgehensweise dient uns ein Fall, der gar nicht so selten vorkommt, wie man Anfangs vermuten mag. Ein Familienangehöriger kommt aufgrund seines Alters oder anderer Umstände in eine Pflegeeinrichtung – der Haushalt muss aufgelöst werden, Gegenstände veräußert, Möbel transportiert werden und so weiter. Dieser Fall soll uns nun als Beispiel dienen.

Verträge kündigen
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Verträge und Verbindlichkeiten auflösen

Ein elementarer Punkt, der gerne vergessen wird, sind Verträge, Abos, Dauerbestellungen und weitere Verbindlichkeiten, die bei einem solchen Fall unbedingt gekündigt oder abbestellt werden sollten. Es ist zwar nicht dramatisch, wenn die Bunte weiterhin zugestellt wird, obwohl Deine Angehörigen nicht mehr in der Wohnung leben, kostet aber jeden Monat Geld – und das muss nicht sein. Weitere Punkte sind:

  • Abmeldung von Auto o.ä.
  • Um- oder Abmeldung beim Bürgerbüro der Stadt
  • Versicherungen kündigen bzw. informieren
  • Telefon- , Internetanbieter und andere elektronische Dienstleister informieren
  • Nachsendeantrag bei der Post hinterlegen

Aufschluss darüber, was für Verträge Deine Angehörigen über die Jahre angehäuft haben, gibt meist schon ein gezieltes Gespräch mit deinen Angehörigen. Auch ein Blick auf Kontoauszüge oder eine „Akteneinsicht“ kann aufschlussreich sein, um alle betreffenden Dienste ausfindig zu machen.

Haushaltsauflösung oder Entrümpelung angehen – so geht’s

Jetzt, wo der Rahmen geklärt ist, gehts ans Eingemachte. Man sollte sich nicht täuschen – eine Haushaltsauflösung ist keineswegs ein Kinderspiel. Es ist eine große Portion Organisation, Logistik und zu guter Letzt – eine große Menge an Muskelkraft und Schweiß notwendig, um beispielsweise eine einfach eingerichtete 4 Zimmer Wohnung zu Räumen. Ebenso ist viel Werkzeug vonnöten, sowie ein fahrbarer Untersatz samt Anhänger, um Hausrat zu Entsorgen oder zu transportieren. Wer sich ein solches Unterfangen nicht zutraut – oder einfach nicht die Zeit findet, der sollte einen Haushaltsauflösungs-Dienstleister mit der Räumung beauftragen. Hier eine einfache Checkliste mit To-Do-Aufgaben:

  • Sichtung aller Räumlichkeiten – Hierbei solltest Du dir einen Überblick über alle Räumlichkeiten samt Keller, Dachboden und Außengelände verschaffen. Oft wird die Garage oder der Schuppen übersehen – das rächt sich nachher bei der Planung, denn auch hier finden sich meist zahlreiche Gegenstände, die entweder zu Geld gemacht werden können – oder Platz rauben beim Transport.
  • Sicherstellung von Erinnerungen – Ein weiterer Punkt, der unbedingt gemacht werden sollte. Was bei der eigentlichen Auflösungs- und Entrümpelungsaktion nicht in Sicherheit gebracht wurde, ist unwiderruflich verloren. Kläre am besten mit deinen Angehörigen, was wichtig für sie sein könnte – und was für dich wichtig genug ist, gerettet zu werden.
  • Kleinanzeigen nutzen – Oft lässt sich hier der ein oder andere Euro verdienen – mit nicht mehr genutzten Möbeln, Wertgegenständen, Technik oder anderen Objekten von Wert.
  • Sperrmüll beantragen – Hat man den Luxus, dass die Wohnung nicht sofort verlassen werden muss, so sollte man unbedingt beim Landkreis einen Sperrmüllantrag stellen – das spart Kosten für die Entsorgung beim Wertstoffhof – und obendrauf Platz auf Anhänger etc. beim Transport.
  • Freunde aktivieren – Im Verwandtenkreis lässt sich unter Umständen – und gegen ein warmes Mittagessen bestimmt die ein oder andere unterstützende Hand mobilisieren.
  • Entrümpelung durchführen – ist alles geplant und organisiert, geht es an die Entrümpelung. Plane ausreichend Zeit ein – ein Haushalt zu räumen birgt einiges an Arbeit. Alleine schon für Transport, Entsorgung und Nacharbeiten gehen viele Stunden an Arbeitszeit verloren.
  • Renovierung – Falls nötig, sollte auch die Renovierung nicht vergessen werden – und ins Budget eingeplant werden.
Umzug planen
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Ein Kraftakt – der an die Substanz geht

Du siehst also, dass zu einer Haushaltsauflösung diverse Schritte nötig sind, die vorher akribisch geplant und getaktet werden wollen. Viel Schweiß und Muskelkraft sind vonnöten, um eine Wohnung besenrein zu hinterlassen – aber es lohnt sich, vor allem, wenn es eine Mietwohnung mit hinterlegter Kaution ist.

Wem diese Arbeit zu arbeitsintensiv ist – alleine schon, da Du höchstwahrscheinlich beruflich eingebunden bist – sollte den Weg über ein Umzugsunternehmen oder einen Haushaltsauflösungs – Dienstleister gehen. Diese Unternehmen sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und bieten ihre Muskelkraft und ihr Know-How zu guten Konditionen an. Unterschätzen sollte man die Preise für eine Haushaltsauflösung jedoch nicht. Für 200€ wird kein seriöses Unternehmen eine Wohnung räumen – und dabei ordentliche Arbeit abliefern.